Corporate Therapy
Noch ein Business Podcast! Juhu! Wer braucht denn sowas?
Corporate Therapy ist ein kritischer Management Podcast – und der Name ist Programm: Wir legen darin „die Corporate” und gelegentlich auch uns selbst auf die sprichwörtliche Couch. Gemeinsam versuchen wir, Probleme und Phänomene rund um Arbeit und Organisation besser zu verstehen und vielleicht ab und an auch eine Lösungsstrategie zu entwickeln – jedoch ohne Garantie auf Genesung!
Wir sind Human Nagafi, Mary-Jane Bolten und Patrick Breitenbach.
Neben den Beiträgen unserer großartigen Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft freuen wir uns auch sehr über Fragen, Kritik und Anregungen von euch. Dazu könnt ihr uns entweder per Mail oder LinkedIn schreiben oder euch direkt zu einem unserer Live-Podcasts einschalten und mitdiskutieren. Viel Spaß und gute Erholung.
Corporate Therapy
Episode #026 // You can go and brand yourself // mit Markus Dalka
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Schickt uns euer Feedback zur Episode
In Episode 26 geht es um Marken, Labels, Brands - und zwar um Menschen, die sich selbst vermarkten. Mit dem Markenstrategen @Markus Dalka sprechen wir über Personal Branding, wo es Sinn macht und wo es sinnentfremdet mehr Schaden anrichtet als Gutes tut. Wir fragen uns, wie Personen zu Produkten wurden und werden; warum Unternehmen und Berater davon am meisten profitieren und was alternativ getan werden kann um Anerkennung zu erfahren (Spoiler: Inhalte!).
Die Episode in einem Satz: Markus findet, man muss den (guten) Prozess und die (schlechte) Verpackung unterscheiden, Human amüsiert sich über lang geplante "Authentizität" und Mary-Jane geht die ewige Alles-Immer-Super-Laier auf den Sack.
Ihr wisst, das wird aufgenommen in den Lachen. Da fängt der Stahl mit so Gekicher im Hintergrund an.
SPEAKER_04Okay.
SPEAKER_01At mal durch, atmet durch. Komm, was Junge. Komm mal, ich dachte, du bist ein Pro. Ich war ein Pro, wenn ich. Okay, let's do it. Willkommen zum Corporate Therapy Podcast. Ja, nach einer, ich würde sagen, langen Sommerpause sitzen wir zusammen und dann wiederum nach einer sehr langen physischen Pause, sitzen wir gerade physisch zusammen im wunderschönen Frankfurt mit zwei, ich würde mal sagen, bekannten Gesichtern dieser Stadt, die für die großen Themen stehen, die in Frankfurt heiß debattiert und diskutiert werden. Und ja, und eines dieser großen Themen haben wir uns einfach mal hier reingenommen, aber ich will noch gar nicht über das Thema sprechen. Ich meine, für die, die sich das anhören, haben wahrscheinlich schon am Titel gesehen, worüber wir reden werden. Aber bevor wir über das Thema sprechen, muss ich erstmal vorstellen, wer mit mir physisch eine verrückte Konstellation hier zusammensetzt. Und zwar die großartige Mary Jane Bolton.
SPEAKER_03Hi. Schön da zu sein. Ja, gut, amüsiert.
SPEAKER_01Wir haben wahrscheinlich ewig nicht mehr gesprochen.
SPEAKER_03Gesprochen und gesehen vor allem.
SPEAKER_01Verrückt ist das, verrückt. Und wie soll ich das anmoderieren? Es hat lange gedauert, bis wir diese Person festnageln konnten, dass die Wörter, die er artikuliert, einem Mikrofon entgegenwirken. Aber wir haben es geschafft, wir haben ihn festgenagelt. Nachdem es ungefähr hundertmal verschoben wurde, haben wir den großartigen Markus Dalca hier im Raum. Hey Markus, what's up?
SPEAKER_06Da kann ich ja nur verlieren nach der Intro. Ja, schön, hier zu sein. Ich freue mich.
SPEAKER_01Genau, der Markus, ich meine, wir beide haben ja schon eine ewige Geschichte hinter uns. Nachdem du lange Zeit bei einem großen Unternehmen unterwegs warst und dort Sachen gemacht hast, von denen du am besten selber erzählst, waren wir aber auch bei 1780 verbandelt und sind ja immer noch zusammen und du hast noch nebenbei machst auch noch eine Sache. Aber warum soll ich das erzählen, wenn du es wie besser berichten kannst? Brandet dich mal.
SPEAKER_05Ja, perfektes Intro. Vielen Dank, Human. Ja, ich nenne es mal mein altes Leben. Ich war jetzt 14 Jahre lang im Konzernumfeld unterwegs, in verschiedenen Marketingpositionen. Da waren auch mal ein paar Vertriebspositionen bei. Aber ich würde sagen, ich bin grundsätzlich ein Marketingkind. Ich war bei L'Oreal drei Jahre im nationalen Marketing, im lokalen Marketing, habe dann gewechselt ins internationale Marketing, hier im wunderschönen Darmstadt, direkt neben Frankfurt. Darf ich das jetzt eigentlich sagen? Das sind Frankfurter Podcast. Auf jeden Fall war es in Darmstadt. Wir sind ja echt entspannt. Bei Cao, hab da verschiedene Marken geleitet, unter anderem John Frieda und diverse andere. Habe dann, wann war denn das? Ende letzten, ne, Anfang letzten Jahres das Unternehmen verlassen bei Kau, bin dann zu 1789, hatte eine saukule Zeit hier. Und genau, da haben wir uns kennengelernt und ich habe jetzt Anfang des Jahres tatsächlich meine eigene Geschichte sozusagen, mein eigenes Unternehmen gegründet, Beyond Branding. Also Beyond Branding. Und Beyond Revolution. Hat nichts damit zu tun. Genau, Beyond Branding, mit Inhaber von der Company und ja, berate kleine und mittelgroße Unternehmen in ihren Marketing-Approaches, in ihren Marketingstrategien, mit ihren Marketingkonzepten.
SPEAKER_01Ja, jetzt steckt ja schon in deinem Firmentitel das mehr oder weniger, worüber wir reden wollen. Wir gehen ja darüber hinaus zum Glück. Wir wollen heute über, ich sag mal, ein Thema, was mir schon sehr lange auf der Seele brennt. Ich glaube, wir können da relativ, ich kann da relativ offen drüber sagen. Ich glaube, ich habe eine Herausforderung mit diesem Konzept. Deshalb reden wir heute über Personal Branding. Und ich meine, das ist jetzt kein so Pro-Contra-Podcast. Ich glaube, wir alle sind sehr differenziert mit diesem Themengebiet. Aber ich würde mal anfangen, dieses Themengebiet mal so ein bisschen uns anzupirshen. Denn in dem Begriff Personal Branding steckt neben Personal auch Branding. Und ich würde mal so für die Person, die jetzt nicht aus der BWL-Marketing-Welt kommen, was ist dieses Branding? Willst du als Experte anfangen?
SPEAKER_05Ja, ich glaube also, Branding, es gibt das alte Branding und es gibt das neue Branding sozusagen. Das alte Branding ist, ich würde mal sagen, das ist so die Verpackung eines Unternehmens, eines Produkts, einer Dienstleistung. Das heißt, wie verpacke ich eigentlich ein Produkt oder ein Unternehmen? Also wie stelle ich es dar sozusagen? Das ist so ein bisschen das alte Branding. Also mit welchen Designelementen versehe ich das, wie sieht eine Verpackung aus, etc. Wie sieht eine Homepage aus, also A bis Z. Das heißt, es geht ganz stark um das Thema Darstellung und Aussehen. Das ist so das, was ich jetzt als alte Branding-Definition hätte. Das neue Branding aus meiner Perspektive geht wesentlich stärker darüber hinaus und bezieht vor allem auch Faktoren ein, wie was ist der Unternehmenszweck, was ist meine Positionierung als Unternehmen, etc. etc. Das heißt, das ist eigentlich so der erste Schritt, bevor ich in die Außenwelt kommuniziere. Also es geht weit über irgendwelche Designelemente und die Verpackung hinaus.
SPEAKER_03Also quasi das alte Branding war eher visuell.
SPEAKER_05Genau.
SPEAKER_03Und das andere hat auch mit Inhalt was zu tun.
SPEAKER_05Richtig, ja. Also es geht wesentlich stärker um den, ich sag mal, den Charakter eines Unternehmens her, also wenn wir jetzt beim Unternehmen bleiben. Das heißt eigentlich alles, was Substanz hat, was das Unternehmen definiert. Und eben nicht nur darum, wie ich es darstelle.
SPEAKER_01Ich meine, wenn man sich das ja historisch anguckt, kommt ja Branding so ein bisschen, ich meine, du hast ja schon gesagt, das ist ja angefangen mit diesen Package Goods. Diese Package Goods hatten dann ein Package und da muss ein Name drauf. Also das ist so Branding. Da stand, ich glaube, bei Branding muss man auch unterscheiden, da gibt es ja ganz unterschiedliche Perspektiven. Du könntest sagen, es ist ein Produktbranding. Und dann gibt es Unternehmen wie Nike, die machen nicht so viel Produktbranding, die machen Unternehmensbranding. Du guckst eine Werbung von Nike an, die branden Nike und nicht die Air Force. Vielleicht ein bisschen auch, aber die Firma steht für etwas. Und dann hast du aber Unternehmen wie, keine Ahnung, Proctor Gamble, wo du Proctor ⁇ Gamble gar nicht weißt, dass das Produkt von denen ist, und die haben halt ganz viele Brands. Und dann hast du, ich glaube, wenn man das historisch rangeht, kommt ja das Branding eigentlich daher, dass dann die Dinger verpackt werden muss und du musst ein Label drauf. Und ich werfe jetzt einfach mal ein, dass irgendwann mal irgendjemand gemerkt hat, ey, die Leute bezahlen vielleicht ein Premium dafür, dass das cool ist. Ich versuch's mal sehr generisch zu bezeichnen mit dem Begriff cool. Beziehungsweise man Ich hab also gefühlt hätte ich jetzt gesagt, die Leute, die ein gutes Produkt haben, haben das gelabelt und gesagt, guck mal, wir sind gut. Wir sind besser als die schlechten. Und dadurch wollen sie sich ja abgrenzen. Das Branding ist sozusagen, mein Produkt funktioniert besser. Und damit du immer wieder mein Produkt findest. Und wenn ich ein nächstes Produkt bringe, was auch von mir kommt, dann label ich das, dass du weißt, das ist dieses Qualitätsprodukt. Und ich habe irgendwann ist aber Branding noch ein bisschen weitergegangen. Und das ist so, dann ging es aber nicht mehr nur ums Produkt, da geht es sehr viel um Emotionen. Und haben sich verstanden, wenn wir ein gutes Brand aufbauen, was eine Geschichte hat, sind die Leute bereit, ein Premium dafür zu bezahlen, für diese Geschichte im Wesentlichen. Ich meine, ich will jetzt noch nicht über Authentizität reden. Ich glaube, dass wir sollten jetzt auch heute nicht so sehr über Marketing und Corporate Authenticity sprechen. Es wäre nochmal ein eigenes Thema. Aber ich glaube, darum geht es ja auch ein bisschen. Ich glaube, Marken resonieren mit uns, weil sie für irgendwas stehen. Und ich bin bereit, für ein Nike-Par-Schuhe irgendwie das Dreifache zu zahlen, weil ich cool sein will. Und ich mag ja auch Nike. Und ich glaube, das ist so ein bisschen, wo auch das Branding und dann auch der Business Case. Ich weiß nicht, wie du es siehst, du bist ja deutlich älter als ich.
SPEAKER_06Und gut, dass der Podcast nicht visuell ist.
SPEAKER_01Gut. Denn ich glaube, es gab ja auch schon so ein riesen, also Marketing war ja, ich würde es mal sagen, in den 90ern und dann auch in den frühen 2000ern war es ja ein Riesending. Man hat echt gemerkt, da steckt Business Value drin.
SPEAKER_03Ich glaube, also du hast das Stichwort Geschichte gesagt, aber ich glaube, ein Riesenstichwort, das damit rangeht, ist Emotionalität. Dass man sich emotional zu den Produkten oder zu der Übermarke hingezogen fühlt. Und in den 90ern war das ja auch, dieses ganze Supermodels waren nicht mehr einfach nur quasi Darsteller von Klamotten, sondern haben plötzlich selbst einen Wert gehabt. Und die ganzen Supersportler wurden nicht gebrandet, sondern wurden hinzugezogen für die Markenbildung.
SPEAKER_01Du bist ja schon sehr stark in Richtung des Personal Brand. Ich bin noch bei Corporate Brand.
SPEAKER_03Ich bin eigentlich auch noch bei Corporate Brand, weil ich meine, quasi diese ganze, wir holen noch emotionale Träger hinzu, um unsere Marke zu verstärken. Das war ja auch ein riesiges Ding, was zu dieser Geschichte noch dazukommt.
SPEAKER_01Und ich glaube auch, Branding oder das Market, also Marketing, also Marketing ist ja nochmal ein Überbau, da gibt es ja noch ganz viele Komponenten, aber Branding als Spezialgebiet hat ja noch eine Funktion der Komplexitätsreduktion. Du hast einen voll geklatterten Markt mit verschiedensten Produkten und oft ist es, also der Mensch versucht ja Komplexität zu reduzieren und dann gibt es halt verschiedene Kriterien, worüber man eine Produktentscheidung trifft. Dann manchmal ist es der Preis, also keine Ahnung, ob das Produkt gut ist, aber ich finde den günstigsten. Oder es ist halt die Marke, dann ist es vielleicht Qualität. Oder, und das ist ja oft bei vielen, wenn wir über eine Person und Narrative und sowas sprechen, ist es ja auch, resoniert es mit meinen Werten. Ich trage Nike, weil ich ja auch ein Gewinner bin und whatever, was Michael Jordan dort erzählt, das bin ich auch.
SPEAKER_03Und dieser Wunsch auch nach Zugehörigkeitsgefühl. Also ich bin auch einer von denen oder die tragen, dass ich will genauso sein. So ein Aspirationsding, was da auch noch mitschwingt.
SPEAKER_05Es ist, glaube ich, das, was du am Anfang gesagt hast, dass es zu Beginn des Brandings sehr stark um Produktbranding geht. Also Branding ist ja auch nichts anderes als Kennzeichnen. Sehr stark um Produktbranding geht und das hat sich dann im Laufe der Jahre oder Dekaden eben entwickelt, zu genau, was du gerade gesagt hast, Mary, zum Thema, identifiziere ich mich mit der Marke, die ich gerade vor mir habe. Also das, was ich da kaufe, ist sozusagen eine Bestätigung meiner Identität. Und das ist so die Entwicklung. Und letztlich, ich meine, warum, wie du gesagt hast, wie reduziere ich die Vielfalt und wie kann ich mich schneller entscheiden? Dadurch, dass ich eben Vertrauen in die Marke habe. Also Marke dient eben auch, oder das Branding dient eben auch um einen Vertrauensaufbau.
SPEAKER_01Ja, also ich glaube, sie hilft einfach, Entscheidungen zu treffen. Also ich, wenn Marke in Y, ich merke, okay, ne, das ist denen wichtig. Also aus der Spieleentwicklung weißt du, es gibt so Studios, denen ist ja super wichtig. Das ist ihr Ding. Und dann weißt du, ey, das wird ein cooles Ding sein. Es ist nicht so all glatt und Massenkörper. Du weißt, okay, ich hab Bock auf das nächste Ding von denen. Egal was es ist, gib her, ich hab Bock, es auszuprobieren. Und du bei anderen Sachen, und das ist ja eine Richtung, die man nochmal separat oder in einem anderen Podcast ersicht, und du merkst, okay, das ist nur noch Fassade. Ich glaube, wir hatten mal eine Debatte, wo war Markenauthentizität, ist eine Marke authentisch? So, wenn sie zum Beispiel jetzt alle postulieren, wir sind jetzt plastikfrei, wären sie es auch, wenn das nicht gerade der Zeitgeist wäre. Also Authentizität wäre da, würden sie dafür stehen, auch wenn sie dadurch einen Verlust machen würden. Aber ich glaube, das ist nochmal ein anderes Thema. Ich glaube, da können wir gerne im zweiten Podcast über Marketing machen und die Authentizität von Corporate Brands. Aber ich glaube, was spannend ist, ist zu sehen, dass diese Logik, die in der Corporate-Welt ja auch funktioniert. Und ich will mich selbst davon. Also, ich will mal ein Beispiel nehmen, wo ich gemerkt habe, dass das für mich auch eine Wirkung hat. Ich habe vor ein, zwei Jahren hatte Gillette so eine Werbung mit diesem MeToo-Movement. Das wurde auch hart kritisiert und so. Aber irgendwie hatte ich das Ding so, die haben ja nicht über Rasieren gesprochen. Das hat so mega mich so getriggert. Im Positiven. Ich weiß, viele Leute finden es nicht cool. Es gab so eine Pepsi-Werbung, die war gar nicht gut. Ich weiß nicht, ob diese, ich weiß gar nicht, wer das war, irgendeine bekannte Person.
SPEAKER_03Kendall Tenner.
SPEAKER_01Sinnvoll, da habe ich mir in Erinnerung gegeben. Genau. Aber ich glaube, was spannend ist, ist, dass dann, und dann wenn man sich so ein bisschen in die Historie anguckt, oh, ein Fun-Fact muss ich noch bringen, in der Recherche habe ich gefunden, Branding war wirklich früher, die haben ihre Kühe und so gedacht. Das wollte ich sagen.
SPEAKER_05Kennzeichnungen.
SPEAKER_03Ja, Kennzeichnungen, genau wie Labeling ja auch. Ich meine, das sind halt einfach die kleinen angenehmen Schnipsel.
SPEAKER_01So, und aber jetzt wieder, und ich glaube, interessant ist zu sehen, dass in den 90ern, und ich glaube, es gibt wirklich so einen, zumindest in der Literatur, die ich jetzt gefunden habe, gibt es so einen Punkt, wo ein Artikel erschienen ist, und zwar von, ich habe seinen Namen hier sogar, Tom Peter, 1997, in einem Fast Company veröffentlicht wurde Brand Called You. Was super interessant ist, war, ich habe mir tatsächlich so ein bisschen was rausgeschrieben daraus, was, wo du dir echt denkst, so, wow, so krass. Dass dann diese Logiken, die ja in der Corporate Welt zu der Zeit auch super erfolgreich waren, mit du hast dann Coca-Cola und so weiter, ne, das hat funktioniert ja. Sie haben angefangen haben, auf dich als Individuum zu übernehmen. Aber auch da ist aber, glaube ich, interessant. Ich habe jetzt nicht nur das aus der Brand-Sicht zu sehen, sondern ich habe diese Bewegung hat nochmal ihren eigenen Inzeption, ihren eigenen Staat und das ist dieses Self-Help, self-improvement movement. Und dieses, ne?
SPEAKER_03Personal Development.
SPEAKER_01Personal Development. Ich meine, das kann man auch kritisch sehen, dieses Personal Productivity und so weiter, dass sich das im Grunde immer wieder weiterentwickelt hat, bis ich würde sagen, so dieser Zuspitzung war Personal Branding. Und ja, heute reden wir dann irgendwie, und ich weiß nicht, wie ihr das seht, ich habe mir mal Google Trends angeschaut. Personal Branding hat tatsächlich so eine Art stabile Steigerung. Es ist jetzt gab es nur irgendwo Peaks oder so. Aber ich muss ehrlich sagen, ich habe das Gefühl, insofern in den letzten ein, zwei Jahren, zumindest was wenn man sich LinkedIn anguckt, was ja eigentlich so ein Ort ist, wo das auch zu tun ist, wird das ein Riesenthema. Und ich habe eine Herausforderung. Ich habe irgendwie ein Problem, zu sagen, Menschen sollen sich branden. Was denkt ihr?
SPEAKER_03Ich bin zwiegespalten. Ich finde es witzig, weil du vorher gesagt hast, es wird kein Pro- und Contra-Podcast. Ich habe vor mir liegen eine Pro- und Contra-Liste. Literally, eine Seite is pro, eine Seite is con. Weil ich glaube, es gibt einige Punkte daran, die ich gut nachvollziehen kann anders, which personal branding is sinnvoll, and other where I say this is garnish good and many auf keinen Fall tun. And I glauce einer der Hauptdifferenzierungspunkte ist, in welcher Position befinde ich mich selbst. Also bin ich jemand, der zum Beispiel freelanced und der quasi über das eigene Ich die eigene Fähigkeit quasi verkauft. Also vorher hatten wir es mit den Supermodels kurz. Wenn ich ein Model bin, naja, dann verkaufe ich meine Person oder dann das Produkt ist eins zu eins gebunden an die Person und es ist nicht davon abtrennbar. In dem Fall kann ich das sehr gut nachvollziehen und das macht für mich Sinn. Genauso wie wenn jemand freelanced und keine eigene Marke hat, auf die er sich zurückberufen kann, wie Coca-Cola, dann geht es, glaube ich, dabei hauptsächlich um Kommunikation, von Fähigkeiten, von Stärken und darüber, dass man eben da diese emotionale Bindung aufbaut oder dieses Qualitätsversprechen oder Vertrauen aufbaut zu anderen Menschen. Da würde ich sagen, macht das für mich eigentlich an sich Sinn. Ich habe auch so ein paar Abers. Vorher gebe ich aber an dich, Markus, und möchte wissen, wie du dazu stehst.
SPEAKER_05Wir hatten gesagt, das wird ein sieben-Stunden-Podcast, ne?
SPEAKER_01Ach, machen.
SPEAKER_05Okay, perfekt. Ja, also ich glaube, dass das, was du gerade gesagt hast, was verkaufe ich in dem Moment. Ich glaube, wir sind uns wahrscheinlich einig, dass, egal ob Freelancer oder wenn ich jetzt ein Unternehmen bin, wenn ich etwas verkaufe, macht es natürlich Sinn, das in irgendeiner Form, ich sag mal, darzustellen oder anzupreisen. Das heißt, also der Aspekt macht total Sinn. Ich glaube, die, also ein Kernpunkt für mich ist einfach, wie gehe ich an diese ganze Sache ran. Das heißt, gehe ich von mir aus und trage etwas nach außen oder schaue ich mir an, was geht draußen ab und passe mich persönlich an das an, was draußen abgeht. Das ist so der Kern, also meine Perspektive darauf. Beispiel, wenn ich ein Freelancer bin, egal ob ich jetzt gerade gestartet habe oder ob ich schon länger unterwegs bin und ich merke jetzt einfach, ich möchte was verändern, gehe ich so vor, dass ich sage, okay, wer ist meine Wunsch-Thiergruppe? Was haben die für Bedürfnisse? Was haben die für ein Problem und passe danach meine Darstellung, meine Person, wie ich mich darstelle, mein Dienstleistungsangebot etc.
unknownan.
SPEAKER_05Gehe ich so daran oder starte ich bei mir, befasse mich damit, was ist der Sinn und Zweck, warum ich meine Arbeit mache. Schaue vielleicht, was sind meine Stärken, was ist das, was ich als Dienstleistung anbiete, etc. Und schaue dann eben, was sind vielleicht die Nischen oder die Nische der Markt, der das benötigen könnte. So gehe ich von mir aus nach außen oder gehe ich von außen nach innen? Das sind so diese beiden. Und mit dem von außen nach innen, ich lasse mich beeinflussen von den externen Themen. Damit habe ich persönlich eine große, große Herausforderung.
SPEAKER_01Ich würde mal eine Linie ziehen, um diesen das große Thema lösbarer zu machen, würde ich sagen, ich glaube, ein paar Sachen können wir ausklammern. Menschen, die freiberuflich sind, müssen sich repräsentieren. Und die würde ich da aus diesem Personal Branding-Debatte rausnehmen. Weil ich glaube, da habe ich, für mich gibt es da auch andere Konstrukte. Man muss ja nicht sich selbst, man kann ja immer noch eine legale oder auch eine nicht legale Entität aufbauen und diese positionieren und man ist dort. Und ich glaube, das würde das schon lösen. So, Models, wo du, jetzt können wir fragen, wie toll ist das, dass wir das Körper von Menschen verkaufen, aber egal, lassen wir da stehen, Fußballer und so weiter, ne? Also sie sind auch als Person. Ich glaube, da sind so Sonderfälle. Aber was wir heute erleben, und das ist tatsächlich das, was ich am meisten gefunden habe in der Recherche, sowohl, es ist Verrückte, wenn du Personal Branding googelst, findest du ja kaum Kritik. Es gibt unglaublich viel Content und das ist alles, wie machst du das? Oder wie machst du es falsch und wie machst du es besser? Und das ist so mega Berater, so viel, und das Spannende ist, in der Recherche habe ich einen sehr recht kritischen Artikel von 2005, recht lang, auf 40 Seiten, der das sehr kritisch so analysiert hat. 2005 ist ja schon wieder 15 Jahre her. Und die haben dort sehr viele auch so diese personal branding coaches and advisors angucken, auch unter anderem Tom Peter. And dort is immer this Carrier. It geht um dich in deinem Unternehmen. Yeah, natürlich, the freelancer, and this is this, what I think starker, so that it's an ideology, that it's an idea, an identity stifle ideology, where coaches say personal brand is a mother has a personal brand, you have a customer, there has a value proposition, where you think that must not. So it's this. So many person, Branding Coach Guides. Ja, klar, ne? Es würden viele sagen, ne, davon grenzen wir uns ab. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Also, ich würde auch gar nicht so weit gehen. Aber ich habe mal einen Quote mitgebracht von einem. So, ich habe das von 1998. Ich muss mal kurz schauen, wo ich mir das notiert habe. Genau. Und da stand und das war wirklich so, ne, wie du personal branding definieren sollst. So, your personal brand is a perception or emotion maintained by someone other than you that describes the total experience of having a relationship with you. So, and I think it's a ideologie sieht, was es auch schnell werden kann, dann fängst du an, deine privaten Beziehungen danach zu evaluieren. Jetzt können wir sagen, okay, ja, ist es so, da ist es nicht. Das können wir auch wegparken. Und eigentlich dann zu dem Kern kommen, wo ich glaube, warum ist es heute so ein Riesenthema und wo ich echt eine Herausforderung habe, ist, die Argumentation ist, wir leben in einer digitalen Welt. Und wir sind ja alle Ressource und wir sind in einem Labor Market und wir müssen uns in diesem Labor Market positionieren. Sei es, ich will einen neuen Job und dafür muss ich also jeder eine Employability employent. Oder will ich Karriere machen und ich will in meiner Firma eine Perception bekommen. Und da ja heute alles digital ist, und einige, ich habe mir ein paar Videos angeguckt von so personal brandinggurten auf YouTube, wo sie, wo so eine sagt: Accept it or not, you are in the virtual web, you have a brand, if you like it or not. Und ich denke mir in diesem Moment, fuck you. So, fuck you. So, ich bin ich und ich bin anders. Immer, also, und das ist, glaube ich, die Herausforderung, die ich sehe, wenn wir das so machen wie, ey, du musst ein Personal brand haben. Du hast gar keine Wahl, wenn du in der Karrierewelt, in dieser Businesswelt, in dieser Arbeitswelt funktionieren willst.
SPEAKER_03Ich glaube, was dir im Prinzip sagen, ich habe auch irgendwo so einen Quote gefunden von, also ich habe mir ein paar Angebote angeschaut, die Personal Branding als Beratung anbieten. Und da war auch ein Quote: Brand yourself before others do. Also im Prinzip, du hast eine Personal Brand so oder so. Die Frage ist nur, ob du sie beeinflusst oder nicht. Was ich auch angreifen würde als Argument, weil natürlich haben andere Leute eine Meinung über dich, die dich kennen, und natürlich wirkst du auf eine bestimmte Art und Weise auf verschiedene Leute. Aber das ist für mich ein großer Unterschied zu einer Brand, weil eine Brand oder Marke ist ja was, was du kontrolliert einer Zielgruppe anbietest. Und das ist, glaube ich, nämlich der große Unterschied zu diesem gesamten Menschsein-Ding, dass bei einem Personal Brand brauchst du im Prinzip eine definierte Zielgruppe. Und wenn du sagst, Karriere machen, dann ist das okay, da gibt es bestimmte Leute, von denen will ich so und so gesehen werden. Und darauf musst du dich dann quasi ausrichten. Und das würde ich als Personal Brand bezeichnen. Und ich finde das irgendwie immer ein bisschen falsch, wenn Leute sagen, du hast so oder so eine Personal Brand. Nein, du bist einfach, du wirst halt wahrgenommen.
SPEAKER_01Ja, und es ist ja per Definition reduktionistisch. Wir haben ja in unserem Entrepreneurship-Podcast gesprochen, wie herausfordernd ist, dass man seine Value Proposition rüberbringt und dass ein Kunde versteht und dann mit dich einkauft. Und wenn du dich. Und aber ein Personal Branding zwingt dich ja, die Komplexität, die du als Mensch hast, zu reduzieren auf etwas Anfassbares, an etwas Kaufbares. Und da bewegen wir uns einfach in einem Kontext von Self-Productization oder Self-Commoditization. Und dann bist du dann, und dann tritt für mich so das Grausamste ein, was passieren kann, du bist in einem Wettbewerb mit deinen Kollegen.
SPEAKER_05Ja, und das ist das, was ich meinte, ne? Am Anfang mit dem, lässt du dich von externen Einflüssen leiten? Also richtest du dich nach dieser Umgebung aus oder gehst du halt von dir aus? Wenn wir bei dem Beispiel von dem Angestellten bleiben, ist das, wer sind die Key-Stakeholder, bei denen ich für Visibilität sorgen muss im Unternehmensumfeld, in meinem Unternehmen. Und wie schaffe ich, dass dort visibel zu werden und mit welchem Image? Image ist ja auch so ein Thema. Stimmt, for Personal Randing ist es einfach Image. Das ist genau das Ding. Reputation und Image, das wird auch gerne aktuell mal austauschbar, so benutzt die beiden Worte. Was ist meine Reputation? Wie baue ich die auf? Entsprechend einem gewissen Image, damit ich weiterkomme, was auch immer mein Karriereziel ist in einem Unternehmen. Und das ist genau der Punkt, ja. Also richte ich mich mit den externen Einflüssen im Unternehmen aus, bei den Leuten, die ich begeistern will, oder begeistere ich vielleicht erstmal mich selber und überlege mir, bin ich gerade richtig in dem Unternehmen, wo ich bin, bin ich in der Abteilung richtig, wo ich bin, was für einen Weg schlage ich ein, fange bei mir an. Ich glaube, das genau also die Schwert.
SPEAKER_01Aber weißt du, Markus, eine Sache, was du gerade gesagt hast, der Teil, den du gerade genannt hast, ist für mich self-improvement. Es ist so, ich setze mich mit mir selber auseinander und manchmal dauert das, es ist auch ein Prozess. Und ich glaube, das ist auch eine wichtige Sache zu verstehen, was will ich will und was macht mich glücklich. Denn ich meine, das Produkt des Personal Brandings ist ja Karriere. Und die Frage, ist das die Pursuit of happiness? Und ich finde das ja richtig richtig. Und es dauert ja auch, ne? Und ich glaube, ich selber bin ja, man ist irgendwie in einem ewigen Prozess das herauszufinden. Und das ist für mich dieses Selbstreferenzieren und zu spiegeln, sich und zu verstehen, okay, was ist das, was mich antreibt. Das ist aber kein Personal Branding. Das ist für mich dieses Self-Improvement, self-help, was wir alle ja irgendwie durchmachen, zu verstehen, wer bin ich? Das Problem bei Personal Branding ist, du musst es ja verpacken. Und andere müssen es wollen. Oder andere, nur nicht mal um das andere. Von mir aus sogar, es geht nicht mehr um, was andere wollen, aber du dieses Prozess der Verpackung, der ist für mich die Herausforderung.
SPEAKER_03Du musst es quasi so angeben, dass andere Leute das auch so verstehen, wie du es meinst. Und ich kann das aber verstehen, dass es getan wird. Also wir haben ja selber auch in dem Podcast zur Macht gesprochen, wie wichtig Visibilität ist in Konzernen, um da aufzusteigen. Man muss dich sehen, man muss deine Fähigkeiten sehen. Und es geht oft mehr darum, gesehen zu werden, als bestimmte Leistungen tatsächlich gebracht zu haben, obwohl ich mir natürlich wünschen würde, dass es andersrum wäre. Aber deswegen kann ich das sehr gut nachvollziehen, dass dieses Personal Branding-Ding ein so großes Ding ist, weil natürlich jeder diese Visibilität anstrebt, der Karriere machen möchte. Und da macht das natürlich total Sinn. Ich hätte aber noch einen Punkt zu, wenn ich das aus mir selber heraus mache. Kann ja gut sein, dass ich das aus mir selber heraus mache und das zufällig sogar super passt mit den Leuten, die ich beeindrucken möchte oder mit denen das resonieren soll. Dann habe ich immer noch das Problem, dass ich mich auf eine bestimmte Art definiere und damit ja quasi mir selbst Schranken setze. Ich kann ja nämlich dann nicht bestimmte Dinge ausprobieren oder tun oder scheitern oder sonst irgendwas, weil ich ja als Experte in diesem Gebiet mich dargestellt habe. Und ich kann auch schlecht irgendwann mal zurückrudern und sagen, oh Mensch, ich habe eingesehen, das war total bescheuert, weil das quasi die eigene Marke zerstören würde. Was man, glaube ich, als Person, die sich selbst nicht gebrandet hat, leichter noch tun kann. Das ist ein bisschen vergleichbar, vielleicht, mit der Fehlerkultur in Unternehmen, wo man sagt, wir müssen gut sein. Weil wenn wir nicht gut sind, dann glaubt man uns nicht mehr.
SPEAKER_01Aber ist doch die Funktion des Branding. Die Funktion des Branding ist es im Grunde, Kredibilität zu suggerieren. Und wenn man aber anfängt, Schwäche zu zeigen, zerstört es ja die Idee des Brandings.
SPEAKER_03Ja, genau.
SPEAKER_01Also bräuchte ja kein Branding.
SPEAKER_03Korrekt. Das finde ich nicht schwierig mit dem Begriff Branding.
SPEAKER_01Personal Branding.
SPEAKER_03Also ich kann verstehen, dass man das tut, aber ich glaube nicht, dass das gut ist, weil man sich damit selber viel zu viele Schranken setzt.
SPEAKER_05Wobei das tatsächlich interessant ist, ne? Wenn ich jetzt, ich sag mal, wenn ich jetzt meine Personal Brand definiere und mich im Brandingprozess befinde, dann kann ich ja, also du sagtest ja gerade, es geht ja so ein bisschen in die Richtung, ich muss eigentlich ein, ich weiß nicht, ob perfekt das richtige Wort ist, aber ich nehme es jetzt mal, ein perfektes Image schaffen, weil ich kann ja keine Schwächen zeigen. Ich kann aber ja auch durchaus sagen, ob ich das jetzt bewusst mache, um Vertrauen aufzubauen, or ob ich wirklich so bin, dass ich durchaus Schwächen zeige, weil das halt auch, vielleicht ist das Teil meiner Brand, ja. Wenn ich jetzt dieses Konstrukt von der Corporate Band mal kurz übertrage darauf, and ich sage, ich mit meiner Zielgruppe spreche anders, hey, Mensch, we have, egal was es für ein Thema ist, we have einen Fehler gemacht, wir haben einen Produktionsstandort aufgebaut, dabei sind irgendwie, weiß ich nicht, drei Fische ums Leben gekommen, weil wir irgendwie einen Fluss zugebaut haben, keine Ahnung. Ich bin aber so offen und ehrlich, das war ein Fehler und mache mich angreifbar in dem Moment, dann kann das ja auch Teil meiner Brand sozusagen sein. Kommunizierst du den Fehler?
SPEAKER_01Wenn du sagst, es ist Teil deiner Brand, du willst, ich sag jetzt mal, authentisch rüberkommen. Genau, über dieses Wort Authenticität müssen wir heute kurz reden. Wir haben, glaube ich, nochmal im Speziellen auch dazu mal eine Thematik. Aber von mir aus, du kannst eine Brand haben, Gary Vee, der sich da hinsetzt und sagt, wie krass er versagt hat. Das ist Teil seiner Success-Story. Wenn er aber Gary V morgen verkackt mit seinem Venture, dann wäre es scheiße. Weil das ist ja nicht mehr Teil seiner Brand. Sein Brand ist der erfolgreiche Entrepreneur, der 20 Jahre durch Scheiße gegangen ist. Wenn er zweimal Scheiße frisst und alles ist wackelig, dann muss er doch immer noch das suggerieren nach außen suffer, dass es immer noch er ist. Und mein Problem dabei ist, fein, es kann ein Pachen, die das inkludieren, aber da gibt es immer noch Leute, die können es nicht. Weil nicht jeder sagt, oh, ich sollte unbedingt versagen, Teil meiner Brand machen. Aber wenn wir versagen, und ich, was ich halt super interessant finde, ist, es gibt nicht viele Studien dazu, was das mit den Menschen macht. Leider ist das auch ein neues Phänomen, ein Mainstream-Phänomen, wo er jetzt heute kann ja jeder ein Personal Brand machen. Leider gibt es ja nicht mega viele Studien in einem Business-Kontext, wie sich das emotional auswirkt. Aber es gibt Studien, was es zum Beispiel mit so Filmstars, also Stars, also Leute im Filmbusiness oder mit Influencern und jungen Leuten, die auf Instagram 10.000 Follower haben, dass es die wirklich mitnimmt. Ich hab gelesen von Streamern, YouTube bei Let's Play, die sind so unter Druck, weil sie ja diese Perception aufbehalten müssen. Weil du musst ja kontinuierlich präsent zeigen. Der hatte dann berichtet, dass ich alles, was ich machen will, überlege ich, ist das Content? Kann ich das veröffentlichen? Ich meine, ich hatte letztens ein Telefongespräch, anderthalb Stunden, jemandem dachte mir so, hm, hätte ich mal dieses Gespräch aufgezeichnet, wäre eine coole Podcast-Folge gewesen. Ich meine, wir promoten uns ja nicht selber. Aber du bist dann in dieser Logik, du musst diese Brand aufrechterhalten. Hab ich denn diese Woche schon gepostet? Was ist denn mein Content Plan? Weißt du, du bist dann plötzlich in einer Maschinerie, und dann, wie gesagt, es gibt das bei Influencern, bei YouTubern, in der Film und in der Star Branche gibt es super viel. Da gibt es zum Beispiel, also wenn man Extremfälle nimmt, Menschen, die introvertiert sind und gezwungen werden, extrovertiert zu sein. Kurt Cobain ist so ein, der war ein introvertierter Mensch, man hat gezwungen, du musst aber das sein. Du musst das, ne, und das macht Menschen einfach kaputt. Und ich glaube, das ist, und das ist ja, und jetzt komme ich sozusagen zu der problematischen Spirale. Jetzt bist du in der Firma, du willst doch auch, du willst ja Arbeit, du willst doch vorwärts kommen. Der eine macht ein Person, weil du bist aber so ein introvertierter und denkst dir so, fuck, ich muss das aber jetzt auch, weil meine Leistung, die auch gut ist, wird nicht gesehen, aber die von dem. Und dann musst du vielleicht als Introvertierter, obwohl du es nicht willst, aber weil das System dich dann zwingt. Und das ist mein Problem mit diesem corporate, sorry, mit dem Personal Branding in einem corporate context. Es braucht ja nur hinreichend Leute mit erfolgreich zu sein, und dann müssen es doch alle machen.
SPEAKER_03Und dann gibt es direkt noch das zweite Ding, was da noch mit reinspielt, ist nämlich, dass nicht Personal Branding, sondern ich betone einfach mal andersrum, Personalbranding, in dem große Unternehmen quasi sagen, deine Mitarbeiter sind das wichtigste Marketingtool, und die sollten die ganze Zeit posten, über wie toll die Arbeit da ist, damit du die anderen besseren Talente anziehen kannst oder damit du eben eine gute Marke, Arbeitgebermarke aufrechterhältst. Und das finde ich zum Beispiel auch super schwierig, weil die Kombination von Personalbranding und Personal Branding, ich weiß nicht, ob Personalbranding ein Wort ist.
SPEAKER_01Employer-Branding, was du gerade sprichst.
SPEAKER_03Nee, aber ich meine nicht Employer-Branding im Sinne von die Firma zeigt nach außen, sondern die Firma hat ein Programm, in dem die Mitarbeiter quasi ihre privaten Kanäle nutzen sollen, um Werbung zu machen, aber nicht Werbung, sondern authentische Mitteilung. Genau. Also ich glaube, wir können uns einigen, dass alles, was in diesem Kontext irgendwie als authentisch gemacht wird, eben einfach nicht authentisch ist, weil eben auch diese Vulnerabilität und so weiter ist ja kalkuliert zum Großteil. Also ich will mal sagen, immer. Genau, und dass da der Druck natürlich dann noch mehr steigt, zusätzlich noch auch immer gute Laune zu haben. Und das finde ich so anstrengend, wenn man, und darüber haben wir jetzt auch schon ein paar Mal gesprochen und mit diesen ganzen Arbeit ist die neue Religion und so weiter, dass man seinen Job lieben muss, man muss das nach außen zeigen, man muss das innen leben, man darf sich nicht beschweren, weil es ist doch dein Traumjob, das sagst du doch die ganze Zeit.
SPEAKER_01Alle zwei Jahre wechselst du und dafür musst du dich ja vorbereiten.
SPEAKER_03Genau, aber das passt total gut in deine Story und du darfst nie sagen, dass das ist, weil du dich nicht wohlgefühlt hast. Und das ist ja auch so ein unfassbarer Druck und dieses, ähm, kommt dieser eine Film in den Kopf, ja, vergessen, wie er hieß, mit da sind sie irgendwie in den 50er Jahren und die ganzen Männer haben ihre Frauen umgebracht und gegen Roboter ausgetauscht, die alle immer super happy sind. Und es ist so in der 50er Jahr, mit Nicole Kidman und Matt Damon oder so, weiß nicht. Und die sind da und alle sind immer die ganze Zeit happy und es ist so fake und es ist einfach so gut.
SPEAKER_01Sehr lustig, denn Musikus und ich sind Filmliebhaber und du nicht.
SPEAKER_05Also der Terminator war aber Anfang der 80er.
SPEAKER_03Das ist eine andere Puppe.
SPEAKER_01Der wird nicht in den 50ern aufkommen, sondern er spielt in den 50ern.
SPEAKER_03Er spielt in den 50ern.
SPEAKER_01Nicole Kidman in den 50ern und Matt Amy, wir müssen erstmal.
SPEAKER_03Nee, genau, und dann ist da dieser Druck, die ganze Zeit happy zu sein, und eine von diesen Frauen kommt da hin und ist noch kein Roboter, weil sie noch nicht umgebracht wurde und ersetzt wurde. Und die ist so, was geht hier ab? Okay, ich muss auch happy sein, warum? Ich finde es hier scheiße. Und irgendwie habe ich das Gefühl, das gleiche passiert eben in den Unternehmen, dass da so ein Druck ist, immer glücklich zu sein und dass man eben negative Gefühle auch gar nicht dann angehen kann. Tatsächlich hatten wir auch letztens eine Situation, wo es um Feedback ging. Und quasi Gruppenfeedback muss immer irgendwie positiv enden. Und oder überhaupt jedes Feedback muss immer positiv enden. Und das gibt ja auch diese Sandwich-Modelle und so weiter. Und das stimmt aber einfach nicht. Das ist so ein, wieso müssen wir immer tun, als ob alles super ist. Und das, glaube ich, spielt alles zusammen mit diesem Arbeit, ist deine, muss deine Erfüllung sein und Personal Brand, das muss hundert Prozent zu dir passen und die anderen, die müssen das genauso erkennen, weil sonst bist du natürlich auch traurig, wenn andere das nicht erkennen, dann was heißt das für dich? Bist du schlecht? Weiß nicht. Da finde ich fast noch charmanter zu sagen, was braucht denn der Markt? Und ich mach das, weil das ist wenigstens wirtschaftlich.
SPEAKER_01Ja, also ich hab der Teil, den du am Ende sagst, und das finde ich auch vollkommen sagen. Ey, guck mal, jetzt gerade am Markt mögen die Leute Agile Coaches, also will ich Agile Coach sein und mache so Agility X. So, und unter diesem Label Agility X bin ich jetzt unterwegs. Und wenn Agility X tot ist, dann bin ich ja nicht tot. Vielleicht mache ich da einen, keine Ahnung, Hieroky Y. Why, Hiroky?
SPEAKER_05Aber ich glaube, ich weiß nicht, ob ihr es gemerkt habt, aber trotzdem machen wir immer, du hattest ja am Anfang gesagt, das ist für dich hauptsächlich auch ein Phänomen, ich sag mal jetzt im Angestelltenbereich und Karriere, jetzt im Corporate-Umfeld. Ehrlicherweise sehe ich das gar nicht so. Vielleicht ist das jetzt auch die nächste Stufe des Personal Branding, dass das mehr und mehr überschwappt, auch auf das Thema Freelancer, Solopreneur, Einzelunternehmer und so weiter. Das ist zumindest das, was ich beobachte. Ich relativ viel auf LinkedIn unterwegs bin, gefühlt 25 Stunden am Tag. Nicht auf Xing, richtig? LinkedIn, LinkedIn, nicht auf Xing. Dass das eine Bewegung ist, die einfach auch außerhalb des Angestellten-Daseins einfach immer wichtiger wird. Und ich finde es aber gleich gefährlich, muss ich sagen. Ich finde das deshalb schwierig, weil ich sage, yeah, jeder, gerade wenn er einzelne Unternehmer ist, bin ich ja auch, muss ich verkaufen. Aber die Frage ist, wie? Deshalb ist es für mich auch nicht der Prozess, also der Prozess an sich, das personal branding, oder das Branding, sondern es ist für mich eine Frage, wie. Weißt du, wie mache ich das? Also ich komme immer wieder darauf zurück, wahrscheinlich noch zehnmal, aber gehe ich von mir aus oder gehe ich vom Markt aus? Und das finde ich ehrlicherweise gleich gefährlich.
SPEAKER_01Ich meine, ich sehe das auch kritisch, auch für Freelancer, wo ich mir dann halt aber denke, als Freelancer musst du ja irgendwo anfangen. Und der einfachere Weg ist zu sagen, du verkaufst dich als Person. Was keine Langfristigkeit hat, aus meiner Sicht auch, ne? Was, wenn du mal fünf Personen bist? Ja, dann heißt das immer Pricewater aus Coopers oder irgendwie an. Oder McKinsey. Wusstest du, dass er McKinsey gar nicht lange dabei war, sondern ich hab der CEO, der das wirklich groß hat, also McKinsey war ja meine Accounting-Beratung. Bis dann der, ich hab Beaver hieß der, dieses McKinsey-Modell etabliert hat, dass man junge Leute aus dem Uni Grund, die haben so Management, Innovationen aus der Uni und die implementieren wir als Best Practice in Konzern. Genau. Also McKinsey hat mit heutigen McKinsey nicht viel zu tun. Hat sich nur gut gebrandet, würde ich sagen. Nee, jetzt unabhängig davon. Ich glaube, ich glaube, wenn du anfängst, ein Unternehmen aufzubauen, du musst ja auch irgendwie verträgen. Und ich glaube, wenn du ein Unternehmen aufbaust, du bist ja dann jemand, der du musst halt vertreiben und so. Und da würde ich sagen, bin ich bei dir? Also ich komme auch gleich, wo ich bei dir bin. Ich habe halt diese Konzernsicht, die ich super gefährlich finde, weil ich glaube, es baut eine Kultur, die nicht notwendig ist. Und ich komme auch nochmal zu einem zusätzlichen Punkt gleich, warum ich das gefährlich finde im Konzern. Was ich aber sehr interessant finde, und ich glaube, diesen Punkt muss man sehr deutlich machen, und du hast es erwähnt, und so zweimal, aber auch immer so nebenbei haben wir es irgendwie immer. Es ist nicht das Produkt Personal Branding, was wichtig ist, also das Artefakt der Brand, sondern der Prozess der Auseinandersetzung mit dir selber. Und ich glaube, das ist wichtig. Und vielleicht habe ich nicht richtig zugehört, dass du geredet, aber es ist mir gerade sehr bewusst geworden. Dieses höre ich auf den Markt, was er will oder höre ich da, was ist gerade so das Thema? Und dann label ich mich damit. Ich bin jetzt gerade Blockchain-Experte, weil jeder redet über Blockchain und ich habe gar keine Ahnung. Und nächste Woche mache ich Drohnen und so weiter. Oder es ist mir wichtig, das rauszuarbeiten, was das ist, was mich antreibt. Und ich glaube, Personal Branding kann auch sehr schnell verfeinen, welcher Trend rennt gerade und renne ich mit dem Trend, um cool zu sein.
SPEAKER_05Genau, das ist exakt das, was ich meine, was ich gesagt habe. Absolut.
SPEAKER_03Okay, aber ich verstehe einen Punkt nicht, weil, also ich habe mir auch ja, wie gesagt, so ein paar Beratungen dazu angeguckt und tatsächlich habe ich das Gefühl, 75 Prozent sind erstmal Coaching. Das ist erstmal die Auseinandersetzung damit, so was machst du eigentlich gerne, wo ist deine Leidenschaft, wo sind deine Stärken, wo sind deine Fähigkeiten? Alles legitim. Und ich bin bei euch zu sagen, der Prozess ist super wichtig und super wertvoll. Aber das ist ja noch kein Brand. Das ist ja einfach Beschäftigung mit mir selbst.
SPEAKER_01Das ist selbst finden.
SPEAKER_03Ja, das ist einfach, was mag ich? Also, das ist Coaching, das ist super wichtige Sachen, aber der Branding-Teil, der entsteht doch in der Kommunikation mit der Außenwelt, mit dem spezifischen Wunsch, dass andere Leute mich auf eine bestimmte Art und Weise wahrnehmen.
SPEAKER_01Der Kunde, ich glaube, wann es zum Personal Branding wird, ist nicht nur, dass das, was dich treibt und was dich erfüllt, sondern in dem Moment löst du irgendjemand das Kundenproblem. Wo dann das, wo du dich die Frage stellen musst, hm, weiß ich nicht, ob das jemand interessiert, obwohl ich mich dafür begeistere. Will das überhaupt jemand? Ja, dann lass mal überlegen, was wollen denn die Kunden eigentlich? Und wie können wir das, was du jetzt denkst, was für Spaß macht, da rein molden. Und ich glaube, das ist der Moment, wo aus diesem Selbsterkennen und Selbstfinden etwas wird, was eigentlich ein Unternehmen ist. Und dann sind wir in der Kapital in der kapitalistischen Wettbewerbslogik. Und dann wird so, und da wird es halt für mich schwierig, wenn ich Methoden aus dem Branding, aus dem Marketing, die ja zu Recht, Unternehmen sind im Wettbewerb. Und diese legalen Entitäten müssen versuchen, Produkte zu verkaufen, um Umsatz zu machen. Aber wir sind ja nicht nur da, um Umsatz zu machen.
SPEAKER_03Tatsächlich stellt sich da dann aber auch schon noch mal eine Frage: nämlich, wenn ich jetzt, also egal ob Solopreneur oder Entrepreneur oder in einem Konzern. Wie würde ich denn sonst jemals die Aufmerksamkeit auf mich ziehen, die ich brauche, um eben die Karriere zu machen oder um zu verkaufen oder sonst irgendwas? Wie anders soll das funktionieren?
SPEAKER_05Also ich will jetzt nicht mit The Secret und dem Universum und so kommen, aber zum großen Teil glaube ich tatsächlich daran, dass ich sag jetzt mal bewusst, wenn man bei sich ist, oder wenn Frau bei sich ist, sozusagen, dann ziehe ich tatsächlich auch das an, was ich möchte. Das ist jetzt vielleicht so ein anderes Level, wo wir jetzt gerade schweben, aber da bin ich fest von überzeugt. Und idealerweise, wenn ich das so mache, dann ziehe ich Dinge in dem Unternehmen, wo ich gerade bin, an, die zu mir passen. Vielleicht ist das aber nicht so. Vielleicht ist das nicht so und ich sehe das und ich sehe, oh, hier passiert gerade was, hier entsteht eine extreme Reibung und ich bin hier nicht zufrieden. Oder erfüllt, oder wie man es nennen möchte. Das heißt, ich muss was ändern.
SPEAKER_01Ich kann dir vollkommen recht geben. Ich glaube, ich hätte ein Zitat, wenn wir mal Steve Jobs zitieren wollen. Wir haben ihn ja mal beim Genius-Podcast nicht so gut behandelt. But stehst du auf, gehst du zur Arbeit und magst du das, was du tust. Freust du dich auf die Arbeit. Und wenn diese Variable wahr ist, dann werden die anderen Sachen folgen. And the letzte Mensch, der spirituell ist, but ich glaube einfach, wenn du das magst, werden andere merken, dass du wirst gut drin anders nicht limitiert. Du hast auch Lust. And that is ja eigentlich die Wahrheit. Und jetzt, um mal einen Schritt weiter zu gehen, um mal eine Geschichte auszubacken, aus einer persönlichen Welt. As I bei PWC this theme leveling, also senior consultant manager, blah blah blah, einfach mal aufgegeben for me. I will this machen, where I Bock have a lot of it. Haben die mich super schnell befördert. And it was egal. It was for me then iron another. And as this egal was, as my gehalt egal was, is it plötzlich gelaufen. Also in Fall von PWC bin ich aus der Service-Line rausgegangen und bin in den internen Bereich gegangen. Theoretisch gesagt, das war es ja dann mit der Karriere. Aber durch diesen Schritt konnte ich Sachen machen, die andere nicht machen konnten und war plötzlich auf einem ganz anderen Track. Und ich glaube, das muss man sich bewusst machen. Und ich habe es nicht gemacht, weil ich sage, ich kann jetzt hier alle überholen, sondern ich hab Bock drauf.
SPEAKER_03Trotzdem hat jemand gesehen, was du gemacht hast, das muss man dazu sagen. Aber wahrscheinlich haben das viele Leute gesehen, weil das tatsächlich große Wirkung hat.
SPEAKER_01Aber ich sag dir ganz ehrlich, wenn du die Leute fragst, mit denen ich damals gearbeitet habe, würden die alle sagen, die fanden gemerkt, wie sehr ich dafür brenne. Das war das. Wenn ich präsentiert habe, haben die gemerkt, was da rauskommt. Und ich hatte Glück, ich bin auch in einem Umfeld gefahren, wo ich sehr viele Freiheiten hatte, warum auch immer. Und ich konnte einfach meine Themen finden. Und wenn ich dann über diese Themen geredet habe, haben sich die Leute angeguckt und gesagt, oh mein Gott, so der sprüht ja Begeisterung und Passion. Und ich war kein Experte zu dem Zeitpunkt.
SPEAKER_03Ja, das ist überhaupt eigentlich ein guter Punkt. Ich habe zwischendurch mal kurz geguckt, wer sind denn gute Personal Branding-Beispiele? Und als Nummer eins kam total oft Elon Musk, wo ich dann dachte, witzig, ich würde nämlich eigentlich denken, ich glaube, wir sprechen total viel über ihn. Aber ich glaube auch nicht, dass er sich irgendwann hingesetzt hat und gedacht hat, ich möchte so und so wirken und dann baue ich noch so diese 18 komischen Quirks ein, damit Leute dann denken, dass ich real bin. Nee, weil der hat ja genau das gemacht, was du gerade sagst. Aber das stimmt. Aber er hat ja genau das gemacht, was du gesagt hast. Er hat bei PayPal mir gewelle Sachen gemacht und dann hat er gesagt, okay, Scheiß drauf, ich nehme mein ganzes Geld mit und starte XY und hat dann halt tatsächlich was aufgebaut, was wir jetzt bewundern. Aber sind die alle so?
SPEAKER_01Ist nicht Steve Job genauso?
SPEAKER_03Ja, wahrscheinlich, genau das, ich hab, da war nämlich auch so ein, so ein, was haben alle diese Menschen gemeinsam, so Barack Obama oder wie heißt der, ähm Rick Branson, äh, ja, Rick Branson. Richard Branson. Branson. Und dann dachte ich auch so, weiß nicht, also ja, dass Obama ein bestimmtes Image natürlich verkörpert, gut. Aber genau, er ist auch der Präsident, also er muss ja irgendwie, also er ist ja als Person so wichtig. Aber auch Richard Branson zum Beispiel, ich glaube, der hat er als Sachen gemacht und wir projizieren jetzt einen Personal Brand in ihn rein. Weiß aber nicht, ob er das so gemacht hat.
SPEAKER_05Das ist, das ist.
SPEAKER_03Oder ob er halt auch einfach abgefahren war.
SPEAKER_05Allein der Punkt, da kann ich schon drei Stunden drüber referieren und das liebe ich. Egal ob es LinkedIn ist oder LinkedIn, ob da LinkedIn. TikTok.
SPEAKER_02Aber Snapchat ist verbei.
SPEAKER_05Der Punkt ist, dass das heute, genau diese Themen, ja, ob das jetzt Richard Branson ist oder Gary Weinert-Schok, wird, glaube ich, ungefähr von jedem Personal Branding-Mitarbeiter, hätte ich fast gesagt. Berater genommen als Beispiel für, warum Personal Branding gemacht werden muss. Verkauft er selber auch, ne? Mit Beratung. Genau. Aber ganz ehrlich, der Typ, der hat halt sein Ding sozusagen durch, also der hat sein Ding durchgezogen. Ja. Ich habe auch noch einen Schlüssel. Ah, okay. Das muss ich jetzt rausschneiden.
SPEAKER_03Ich habe nämlich meinen da drin.
SPEAKER_05Nein, dass das als Beispiel genommen wird, dass sie sich halt irgendwann mal vor 20 Jahren hingesetzt haben und gesagt haben, so, was ist meine Personal Brand, ja? Und sich zwischendurch mal geordnet haben nach zehn Jahren. Oder ja, so wie es der gute Tom Peters ja vorschlägt, dass man sich als Marke oder als Mensch zwischendurch auch mal selber audited, ein kompletter Mumpitz, das haben die ja nicht gemacht. Die haben ihr Leben, die haben das durchgezogen, die sind jetzt mittlerweile super erfolgreich. But jetzt wird das halt genommen als Beispiel so, yeah, when you from here, a personal brand aufbau, when du from here den Branding-Prozess so aufbaust, dass du schaust, wo kannst du rein, alles was weiter gesagt haben, dann wirst du so erfolgreich, in Anführungszeichen. Und das ist einfach Mumpels.
SPEAKER_01This is Hinside-Bias. This is das Klassische. Da kommen wieder zwei Konzepte, die haben wir auch schon mal einmal erzählt, Survivorship-Bias. Wir gucken uns so fünf krasse Leute an und vielleicht noch zehn mittelkrasse Leute, die wir auf LinkedIn kennen, die, wie kriegen die denn 300 Likes hin? Und denken uns so, oh krass. Und sehen natürlich die 10.000 nicht, die nicht nur es nicht schaffen, sondern echt auch darunter leiden. Und das andere ist ja Hinsight-Bias. Wir erzählen ja die Geschichte retrospektiv und sagen, der war so, weil er das so gemacht hat. Wir checken nicht, am Ende ist das dabei rumgekommen. Beziehungsweise er war erfolgreich und hatte das Geld. And by the way, er hat er Social Media Dings gemacht. Natürlich macht es vielleicht Sinn, dass er da auch in diese Richtung geht. Ich glaube, das ist ja ein riesen Problem. Und ich will mal noch, ich habe zwei Dinge noch hier notiert, über die ich gerne reden würde. Which auch sagen würde, und da können wir sogar zu den Freelancern gehen, which sage es ein Problem. Das Problem mit personal branding im digitalen Context, im Zusammenhang mit Knowledge Worker ist ein für mich besonderes Problem. Weil heutzutage sich Knowledge Worker, das ist für mich so, wie soll ich sagen, es ist eine Art Pseudointellektualismus. Leute setzen sich hin, haben fünf Artikel und ein Buch gelesen und sind ja jetzt Experten in XY. Personal Branding-Experten. Und dadurch, dass sie Personal Branding anwenden, können die so tun, als könnten sie das richtig gut, aber da steckt nichts dahinter. Weißt du, ich schau vor, du bist ein Tischler und du machst Personal Branding mit deinen Titel. Am Ende kaufen die Leute von den Tisch von dir und wenn du scheiß Tische verkauft hast, wird dein scheiß Personal Branding auch nichts helfen. Ein Scheiß Tisch ist scheiß Tisch. Aber wenn du ein Coach bist, ein Berater bist, ein Knowledgeworker bist, guck mal, ich komme selber, ich bin acht, neun Jahre in der Beratung, am Ende erzählt man sich doch als Berater immer zurecht, warum das Projekt schief gelaufen hat, der Kunde, der konnte nicht, der war nicht so weit. Ja, wenn der doch XY richtig gemacht hätte, der hat nicht richtig auf mich gehört. Die Berater externalisieren doch jeden, und am Ende erzählen sie ja im Vertrieb, wie toll dieses Projekt war. Woher weißt du denn, dass dein Personal Brand, insbesondere im Knowledge Work, funktioniert? Und ich glaube, da ist es, und da ist natürlich ein Riesenproblem, wo, ja, und du hast halt Experten und Experten haben immer Herausforderungen mit Branding, weil sie so viel durch den Kopf gehen und sagen, wie riecht diese scheiß komplizierte Scheiße, so einfach, dass es ein Idiot versteht, das nicht hinkriegen. Und dann hast du echt ein Problem. Und dann ich glaube, das ist dann bei Knowledge Work ist Personal Branding eigentlich komplett Wahnsinn. Und dann setzen sie sich hin, machen alle diese Online-Kurse bei Harvard X, wo sie so ein Drei-Stunden-Zertifikat bekommen und dann heißt es, ich war dort und dort lesen meine 100 Zertifikate, wie toll ich bin. Und das ist halt alles nicht authentisch und nicht echt.
SPEAKER_03Aber da auch dann schon wieder nachvollziehbar. Also auch da kann ich sagen, ich kann das verstehen, dass Leute dann sagen, ich baue mir eine Marke auf, wo Leute verstehen, guck mal, hier bin ich emotional gehuckt und diese drei Fähigkeiten kann ich da abrufen und dafür kaufe ich diese Person ein.
SPEAKER_01Das ist ja Scharlatan. Ich gehe doch nicht zu einem Chirurgen, der mir erzählt, der ist der tollste Chirurg.
SPEAKER_03Aber was ist denn, wenn du einen Experten hast, der tatsächlich der Experte ist und du dann aber diesen Experten nicht an den Mann bekommst, weil er halt Sachen einfach nicht gut rüberbringen kann und der holt sich dann eine Personal-Bring-Beratung und verpackt das hübsch, dann würde ich sagen, ja, nachvollziehbar. Das ist einfach ein Zurückholen an Kontrolle, über wie die Außenwelt dich versteht. Ich kann das auf der Kontrollseite voll und ganz nachvollziehen, weil ich natürlich auch ein Kontrollproblem habe.
SPEAKER_01Ja, also wie gesagt, bei Freelancing ist es ein besonderes Problem, da kann man sehr viel drüber diskutieren. Ich glaube, das große Problem haben wir, wie gesagt, im Konzern. Und ich bringe das mal auf einer noch höheren Ebene. Und zwar, und zwar im Konzern. Und ich glaube, du hast absolut recht. Und das ist ja das Problem mit dem Thema Personal Branding, aus meiner Sicht, es ist erfolgreich. Wenn du es tust, wirst du wahrscheinlich kurzfristig Erfolg haben. Du wirst eine Perception haben. Und das ist natürlich deswegen gibt es ja so viele Berater, weil es funktioniert ja auch. Aber und wir leben ja in einer Welt, wo du im Konzern, wir haben auch in dem Macht-Thema, Perception is ja auch Macht.
SPEAKER_03Yeah, und by the way, hat das auch schon vor dem Wort Personal Branding funktioniert. Wenn wir reden von irgendwie Boys Clubs und so weiter und so fort, da war das ja auch. Mit wem hänge ich rum? Welche Freizeitaktivitäten? Das war halt auf einer anderen Ebene, es war nicht so sehr inhaltlich getrieben, aber es war dennoch emotional auf eine harte Weise.
SPEAKER_01Ja, ich würde mal so dazu sagen, diese ganzen Personal Branding Coaches, ich habe mir ein paar auf YouTube noch angeschaut, die sagen ja, du musst jeden Teil deiner digitalen Ich kontrollieren, dass das passt zu deinem Personal Brand. Du darfst nirgendwo Fehler haben. Das muss kohärent sein. Ich glaube, da ist natürlich Personal Branding super herausfordernd in einem digitalen Zeitalter. Also we will irgendwo shit finden. But I wanna have a level hochbringing. This examination personal branding ideology is what we hear: new organizations, new work, agile teams. A team must erfolgre sein. And when I can't unglauke schwer vorstellen, that you so these agiles and organizationsmodell baust, and there is one that baited some personal, that would also be. Personal branding is a new work, so Derivat für die alte Welt. Es wirkt cool, hip und neu, aber es entspricht der kompletten Ideologie der alten Welt. Weil du promotest dich nicht. Und ich muss echt was sagen, also ich muss, ich bin sehr teamorientiert, ne? Und ich glaube, die viele Menschen sind ja auch Team-Orientier. Wir arbeiten immer ja mit anderen, oft mit anderen zusammen, oft. Aber da sagst du ja, verkaufe dich, nicht dein Team.
SPEAKER_03Ja, also es passt voll in die alte Logik, ne? Von wegen, du musst gesehen werden und zwar mehr als andere.
SPEAKER_01Und ich finde es lustig, dass Personal Branding oft im Kontext von New Work, ich habe irgendwann mal einen Podcast gesehen, New Work Podcast zu Personal Branding. Diese zwei Welten passen nicht zusammen.
SPEAKER_05Ich glaube, interessanterweise, also wenn ich jetzt mal so in das Netzwerk gucke, ich habe da ein relativ großes Netzwerk im Konzernumfeld. Und interessanterweise, wenn ich da mit Leuten spreche, ich glaube, dass sie da entsteht durchaus auch schon eine gewisse Ablehnung gegen das, sagen wir mal, vorsätzliche Personal Branding. Also dass man halt sich bewusst sagt, ich brande mich jetzt personal sozusagen. Ich glaube, ein paar Elemente machen die Person einfach auch, sag ich mal, um weiterzukommen in ihrer Karriere sozusagen. Aber ich glaube, ich habe da sogar mal eine Umfrage gemacht auf LinkedIn. Und Power Stelle? War total interessant, dass die Freelancer oder selbstständigen Solopreneure, dass die gesagt haben, klar nutze ich Personal Branding, ja. Und der andere Teil, der gesagt hat, nee, geh mir weg mit dem Kram, das waren halt eben Angestellte, also das war jetzt nur mein Netzwerk, ja. Aber ich glaube durchaus, ich weiß nicht, wie ihr das seht, dass es da auch diese Bewegung eben gibt, die genau zu dem Thema.
SPEAKER_01Die Berater möchten das verkaufen. Ich glaube, die Coaches, das ist ein Riesenmarkt. Und wie gesagt, und man verfolgt das ja manchmal auf LinkedIn, wo dann der eine sagt, oh, guck mal, ich habe meine erste Coaching-Session gehabt mit dieser Person, die arbeitet in der Firma und wir haben uns überlegt, einen Contentplan und dreimal am Tag kommentieren. Und ich so, fuck you, das ist fuck hier. Und ganz gut, was du gerade gesagt hast, dieses auf LinkedIn sein, etwas liken, etwas reposten, ab und zu mal, ich meine, das ist ja etwas ganz Natürlich sein. Und ich meine, das ist ein anderes Thema, über die Suchtlogiken von solchen Social-Media-Plattformen, das zu sagen, ey, ich möchte da ein bisschen mehr aktiv sein. Das ist ja kein Personal Branding. Ich glaube, Personal Branding wird es, wenn es auch so Logiken bekommt, Contentpläne, Artikel schreiben, Videos posten, Reposten, drei Kommentare am Tag, jeden Tag 20 Leute adden.
SPEAKER_03Genauso wenig finde ich es verwerflich, wenn jemand oder vorsichtig ist mit den Sachen, die er sie oder er postet, weil natürlich sind wir uns bewusst, dass alles im Internet irgendwo bleibt. Und man möchte natürlich nicht irgendwelchen. Also ich sage nicht alles, was ich denke oder normalerweise sage, wenn ich unter Freunden bin, schreibe ich auch ins Internet. Aber ich glaube, das ist normal. Ja, genau, das ist einfach digital literacy oder wie man es nennen möchte. Aber was du gesagt hast, Markus, ist witzig, dass man so eine Abneigung darüber hat, weil ich glaube, es ist einfach manchmal auch echt offensichtlich. Also bei manchen Leuten denke ich mir so, ich glaube dir halt nicht, wenn du was schreibst. Ich weiß, du hast das richtig vorbereitet, damit du hier eine bestimmte Wirkung erzielst und dann habe ich da keinen Bock drauf.
SPEAKER_01Weißt du, wen du das merkst, sind natürlich die Leute, die Emojis oder so Spezialtext, also Curve, also dieses Kursiv, weil das musst du ja speziell machen. Das kannst du ja nicht so eben machen. Und dann weißt du, okay, die Dudes haben sich sehr viel Gedanken gemacht. Also ich weiß, also ne, no offense to no one here. Natürlich bin ich Anti-Emojis. Ich finde Emojis in E-Mail-Betreff sein weird, weil das ist immer Sales. Ich kenne niemanden, keinen normalen Menschen, der in einer E-Mail Emojis im Betreff macht.
SPEAKER_03Ja, weil mit Freunden oder so, ich weiß auch keine E-Mail.
SPEAKER_01Genau. So, aber nochmal zurück, worauf ich gerade hinaus wollte. Also du merkst ja dann irgendwann die Tricks von den Leuten. So, no offense. Und meinst, die Leute müssen das ja auch machen. Also als Unternehmen ist das vollkommen legitim, das auch zu tun. Beyond Branding macht das ja auch in 1789. Aber wenn du anfängst, deine Posts so zu strukturieren, dass die Leute so die erste Zeile sehen, dass sie dann auf klicken, dass du weißt, dass es aufgemacht wird, so diese Tricks zu benutzen, dass du mehr Reach bekommst. Und das ist ja vollkommen okay als Unternehmen. Aber wenn du dann anfängst, echt in solchen Logiken zu denken, und auch, ich habe, glaube ich, vor kurzem mal in einer Studie gesehen, dass x-Stunden in der Woche, ich meine, man muss vorsichtig sein mit solchen Studien, die Statistik und die Wissenschaftstheorie, dahinter ist immer eine Herausforderung. Wenn jemand das interessiert, Discord, da diskutieren wir gerade über dieses Thema. Diskutieren wir gerade hart. Über Wissenschaftstheorie. Aber wie welche Auswirkungen das zum Beispiel auf Depressionen hat, ne? Oder auf negative Stimmung, wenn du, ne, also man wacht morgens auf, checkt LinkedIn und bla bla bla. Das ist ja natürlich die andere Seite.
SPEAKER_03Ja, ich muss tatsächlich auch ehrlich zugeben, also ich hab Instagram benutze ich nicht mehr und auch andere Social Media Plattformen nutze ich nicht. Außer eben LinkedIn. Und dann ist natürlich LinkedIn direkt so ein bescheuerter Ersatz dafür und dann bin ich da mal Likes bekommen. Also ich muss schon auch zugeben, dass ich schon so ein kleiner Sacker für solche Sachen bin, weil da sind dann halt die kleinen Glöckchen und so ein Kack.
SPEAKER_01Bei LinkedIn ist bei mir wirklich so. Ich meine, ich poste ja auch andere, aber ich habe keinen Plan. Vielleicht kommen wir irgendwann zu spielen.
SPEAKER_03Jeder weiß, wir haben das geplant, and we wollen eine Diskussion ansetting.
SPEAKER_01Yeah, I mean, wir machen das meist über 1780. Und nochmal dazu, schauen wir, ob wir das noch herein gequetscht bekommen. Aber was soll ich bei mir, was ich dann irgendwann gemerkt habe, ich meine, als ich in der Firma gearbeitet habe, war ich nicht so viel auf LinkedIn. Alle paar Tage mal gecheckt, so als Selbstständiger ist LinkedIn 24-7 an, ne? Oder als kleines Team, LinkedIn ist deine. Man muss ehrlicherweise auch sagen, durch LinkedIn können ja so Unternehmen wie wir überhaupt existieren. Wie sollen wir denn sonst diese Menschen finden, für die wir einen Service gestalten als Unternehmen? Von daher glaube ich, es hat einen Wert, aber zum Beispiel habe ich auch für mich immer gemerkt, LinkedIn ist auch einfach frustrierend.
SPEAKER_03Ja, was natürlich auch manchmal ein Problem ist, weil alle anderen Leute sind ja auch Leute, die Services verkaufen wollen.
SPEAKER_05Also ich sind ja noch andere.
SPEAKER_01Also ich habe LinkedIn auf meinem Handy gelöscht und mache nur noch auf dem Desktop, weil ich echt gemerkt habe, es ist so ein Automatismus geworden, Handy rausholen, LinkedIn checken. Und dann scrollst du runter und liest fünf Artikel über agile Design Thinking, New Work, wo du merkst, die haben alle keine Ahnung davon und willst am liebsten eine Wand haben, wo du deinen Kopf mit in Verbindung bringen willst.
SPEAKER_03Das will auch dann nicht fies sein, ne? Doch!
SPEAKER_01Doch, aber ich habe nicht die Zeit. Das ist so mega anstrengend. Ja, weil das anstrengend ist. Das ist dann so.
SPEAKER_05Aber es wäre ja authentisch.
SPEAKER_01Ja, wenn ich es tue, dann ist es ja auch so. Und zum Thema authentisch. Gute Kurve. Und Markus, ich meine, wir haben darüber schon gesprochen und mal gechattet und du hast auch mal Fragen, auf LinkedIn habe ich mal gesehen, du hast auch mal Communities Fragen dazugestellt. Denn, und das habe ich tatsächlich auch in der Recherche gefunden, sie alle sprechen von finde deinen authentischen Brand. Was heißt das?
SPEAKER_05Also ich glaube tatsächlich, also, oh Gott, das ist da mehrere Facetten. Ich glaube, wenn wir über Personal branding sprechen, ist es eine Frage, also wie definiere ich Authentizität, richtig? Für mich, also im Bereich Personal Branding, ist Authentizität und Personal Branding sind für mich, ich sage gleich konträr. Weil Authentizität ist etwas, that in my world, and ich habe so the one or other definition, completely from me, and I've been, sagen wir mal, 100% by me, rich? So when I of the other side branding have, and branding is not a tea of personal branding, then is this the genuine? While branding ever an element has of the group to show, of external person to show what they and what can I pass. So that is this in this moment, when we're strictly definition, it's not a good thing.
SPEAKER_01Yeah, I've been completely. ihrem Purpose, wenn sie eine Entscheidung treffen, die sogar zu ihrem Nachteil ist. Aber sie stehen dazu. Das ist für mich Authentizität. Authentizität. Also wie gesagt, ein Beispiel, du hast halt gerade sehr viele Unternehmen, die sagen, Plastik, Plastik ist schlecht, aber es ist einfach, weil es gerade der Zeitgeist ist. Und die Unternehmen, die, wenn der Zeitgeist sich wieder ändert, sagen, kein Plastik, obwohl der Verkauf dadurch runter, also obwohl sie mehr Kosten sparen würden, würden trotzdem darauf verzichten. Das ist für mich Authentizität. Aber wenn sie jetzt gerade sitzen und machen eine Marktanalyse und sagen, jetzt gerade X-Leute wollen kein Plastik mehr und wir würden den Vertrieb da und da ankurbeln, aber gleichzeitig haben wir noch diese Linie, die wir ja nicht so promoten, die hat Plastik, aber die ist auch günstiger und bla bla bla. So kriegen wir so eine Balance, dass wir beide abschöpfen können. Das ist natürlich nicht authentisch. Das ist kalkuliertes Marketing, wo du sagst, der Purpose dieser Firma ist Revenue.
SPEAKER_03Ja, du hast mal eine gute Definition von Authentizität irgendwo gemacht. Ich weiß nicht, ob die auf Band ist irgendwann mal, ob wir das im Podcast gemacht haben, aber da hast du gesagt, Authentizität ist, wenn das, was du sagst, mit deinen Handlungen übereinstimmt. So. Und das finde ich eigentlich eine sehr charmante Lösung für dieses Wort. Und da sage ich, bei Personal Brand ist es eigentlich doch genau das Gleiche. Also sage ich, ich weiß nicht wirklich, wir haben viele irgendwie so Change-Berater kommen irgendwie bei mir viel bei LinkedIn auf so. Und da ist immer so, ja, Menschen sind total wichtig und wir müssen das gut machen und die sind im Herz von allem. Aber wenn die dann sagen, ja, keine Ahnung, mir scheißegal, ob alle halt gefeuert werden, dann ist das, weiß nicht. Dann weiß ich nicht, ob ich denen glaube. Also dann ist es.
SPEAKER_01Guck mal, was du gesagt hast, meine ist doch auch extrem wichtig ist, vielleicht ist das, was dich antreibt, nicht das, was du verkaufen kannst.
SPEAKER_03Ja, und dann ist es nicht authentisch.
SPEAKER_01So was, wenn ich passionate für ein Thema, was gerade nicht so verkaufbar ist.
SPEAKER_03Man kann ja trotzdem noch machen, was du vorher gesagt hast, Human, dann kannst du immer noch das, also entweder als Firma or einfach als Product promoten, but du musst nicht dich als Person als Emblem da.
SPEAKER_01I mean, da sehen wir doch, wo personal branding, I mean, the mere wireless remote, and I have this Twisburg, früher have we a product verka in the masse. And I'm asking es gab doch Zeiten that managed, the$1 Millionen Dollar Idee Produkt, so finde this. They can an Rückenkratzer. Du hast ein Produkt verkauft. So es war nicht du, es war ein Produkt. Und mehr und mehr, und das ich hab mal was dazu geschrieben, und wir haben auch die Statistiken dazu, wie viel in Deutschland gewandelt ist von Produktion und so weiter zur Serviceindustrie. Wir sind eine krasse Serviceindustrie. Und in dieser Service-Industrie, wo du nicht am Ende ein Ding hast, was du jemandem zeigst, sondern du verkaufst eine Idee, unabhängig ob du es kannst oder nicht, ist das ein Ding plötzlich. Und ich rende ja immer wieder an der Stelle wieder zurück. Große Dinger macht nicht eine Person, das macht eine Gruppe. Und eine Gruppe ist es vollkommen legitim zu sagen, we have diese Ideen, we have dieses Konstrukt, wo auch Leute gehen und kommen, das ist ja auch okay. So, und die steht für etwas. Und das kann sich ja ändern. Human kann sich trennen von 1789 im Sinne von, ich bin jemand anders als diese Entität. Sie kann ohne mich existieren. Und ich glaube, das ist halt und du kannst ohne sie existieren. Und ich kann ohne sie existieren. Ich kann es auch mal nicht mögen. Ich kann auch mal keinen Bock auf dieses Thema haben. Ich kann auch mal den Abstand suchen. Aber wenn du dich selbst promotest, musst du nicht immer lächeln, musst du nicht immer Content produzieren, musst du nicht immer da stehen und das sein. Sogar wenn du schlecht, sogar wenn dein Brand ist, du bist schlecht gelaunt und beleidigst jeden, musst du immer noch Content produzieren für schlecht gelahnten Beleidigungscontent.
SPEAKER_05Und genau das super das ist genau die Produktion, was ich gerade sagen wollte. Ich glaube, noch gefährlicher als die ganze Zeit zu lächeln und die ganze Zeit so zu tun, als ob alles in Ordnung is, ist wenn ich bewusst verkaufe and angefangen, when etwas mal nicht in Ordnung is. Also wenn ich on purpose sozusagen so einen schlechten Tag einlegen, nur um authentischer zu wirken. Weil das ist ja auch, wenn ich so einen Personal brandingberater habe, and then kommt am besten noch so Storytelling-Ansätze, dann laufe ich durch irgendwie so ein paar Punkte von so einem Framework durch und ein Punkt ist dann irgendwie Verletzlichkeit zeigen. Und dann cram ich irgendwo irgendwas raus, damit ich nach außen hin möglichst einen Anlaufpunkt für jemanden der Moment will, bietet zu sagen, ach Mensch, der hat ja auch so einen verletzlichen Punkt. Weil ich als Mensch, als Betrachter, habe ich ja auch sowas durchlebt, and they have that. Also when I on purpose sozusag Verletzlichkeit zeige or eine dramatische Geschichte oder muss ich sagen, that comes by me the brech, weil that einfach versucht emotion auf eine emotionale Ebene zu gehen und einfach manipulative ist. Das ist einfach manipulativ.
SPEAKER_03Ich denke gerade, vielleicht is personal branding so ein bisschen die Professionalisierung von dem Wunsch nach Anerkennung, weil ich denke gerade zurück an so when man teenager ist, dann macht man ja auch andauernd irgendwelche Sachen, damit die anderen Leute denken, man ist cool oder sonst irgendwas. Also ich trage bestimmte Schuhe, damit die denken, ah, ich habe super.
SPEAKER_01Da gibt es einen radikalen Unterschied, du bekommst kein Geld dafür.
SPEAKER_03Ja, genau, und das meine ich nämlich, es ist nämlich nicht professionell. Ich möchte nicht meinen Lebensunterhalt damit bestreiten. Und das ist, also ich glaube, so ein bisschen ist es natürlich, dass Menschen das tun.
SPEAKER_01Aber der Grad der Professionalisierung anders treibt das Problem mit Personal Branding is, die Kapitalismuslogik auf die Person gebracht, dass sie eine Commodity is. Du bist eine Ressource, die sich in einem Markt label and verkaufen muss. She is in Wettbewerb with other producten und ressourcen and kämpfe. And that is for me the problem with personal branding. Es führt einfach zu sehr zu Frust.
SPEAKER_03And the problem is eighteen, diese Teenager-Logik ist ja auch nicht gut, sondern wäre doch viel schöner, wenn wir akzeptiert würden, wie wir sind mit unseren Ecken und Kanten oder sonst irgendwas. Oder wenn wir uns sicher genug fühlen würden, so zu sein, wie wir wirklich sind. Aber statt zu sagen, lasst uns alle wachsen werden und das tun, sagen wir, nee, nee, mach mal mehr davon, damit du mehr Geld verdienst.
SPEAKER_01Ich hätte wirklich gedacht, dass einer von euch so ein hartes Argument hat dafür hat, wo ich echt sagen würde.
SPEAKER_03Also mein größtes Pro-Argument ist immer noch, ich kann das verstehen im Konzern, um Sichtbarkeit zu erlangen, weil ich glaube, dass das im digitalen Zeitalter und so weiter der Weg, also schon ein Weg ist, Karriere zu machen. Ich verstehe, also ja, wenn man quasi ein Thema hat, das einem richtig gut gefällt, wo man wirken kann auch, geil, dann würde ich das immer raten. Aber ich kann das nachvollziehen, dass Leute im Konzern das machen.
SPEAKER_01Ja, also ich kann nachvollziehen, dass Konzerne so gebaut sind, dass autokratische, männlich dominierende Trades wichtig sind und wenn wir uns so verkaufen, dass ich dann erfolgreich werde, kann ich nachvollziehen, absolut.
SPEAKER_03Nachvollziehen. Unterstützen Medium.
SPEAKER_01Aber es ist ja scheiße.
SPEAKER_03Ja, genau.
SPEAKER_01Und es ist, also, und es ist unproduktiv. Stell dir mal vor, du hast ein fucking Unternehmen und alle sitzen da und machen sich Gedanken über ihren fucking Personal Brand, als zusammenzuarbeiten. Das ist absolute Shit.
SPEAKER_03Nee, stimmt, ich habe noch einen zweiten Punkt, wo ich auch sagen kann, ich kann das noch besser noch nachvollziehen, sogar, ist eben, dass man gegen die Ohnmacht ankämpft, quasi nicht sich selbst definieren zu können, weil es eben zu viele Menschen gibt, die eine Meinung von einem haben könnten. Und das kann ich schon, da kann ich schon.
SPEAKER_01Aber ist das nicht persönliche Stärke haben, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und zu ver.
SPEAKER_03Nein, kann ja sein, du weißt, wer du bist, aber andere können das nicht sehen.
SPEAKER_01Ja, aber ganz ehrlich, du beschreibst ja, du definierst dich selber über das, was andere definieren. Ja, aber dann würde ich sagen, vielleicht lohnt es sich nochmal mit sich selbst zu beschäftigen. Vielleicht ist der Prozess noch nicht abgeschlossen an der Stelle.
SPEAKER_03Ich kann das daher sehr gut nachvollziehen, wenn das passiert. Ist das die beste Lösung? Wahrscheinlich nicht.
SPEAKER_01Ich kann nachvollziehen, es würde ich nicht irgendwelche Dinger bringen, die man in den Podcast nicht bringen sollte.
SPEAKER_03Es ist kein richtiges Pro-Argument, nachvollziehen.
SPEAKER_01Aber warum ist es dann so erfolgreich?
SPEAKER_03Weil Leute Geld damit machen und die das gut vermarkten.
SPEAKER_01Ich habe das Gefühl, die größten Profiteure von Personal Branding sind die Personal Branding Berater.
SPEAKER_03Natürlich.
SPEAKER_01Bimedi der Beratung eigentlich.
SPEAKER_05Das glaube ich übrigens auch. Das glaube ich ganz fest. Dass die Personal Branding Berater die erfolgreichsten bei dem ganzen Thema sind. Und dann ist ja die Frage, also was bedeutet erfolgreich? Ich meine jetzt monetär erfolgreich, wie sind die mit Sicherheit erfolgreich im Sinne von, sagen wir mal, Gefühlswelt und wie erfüllt bin ich etc. Da ohne irgendwelche Studien zu kennen oder Stadt, also quantitativ das zu belegen, glaube ich, dass sehr, sehr viele Personen, die eine Beratung zum Personal Branding in Anspruch genommen haben, da einfach sehen, okay, das hat mir jetzt, das hast du mir eben auch gesagt, kurzfristig geholfen. Aber mittel- bis langfristig ist das einfach nichts, ja.
SPEAKER_01Weißt du, was die nächste Steigerung zu Personal Branding ist? Da gibt es auch ein Buch so, ist Personal Business Model. Dass du den Grunde noch einen Schritt weiter gehst, ne? Und dann sagst, okay, was sind meine Key Activities, Key, also wirklich als, was sind meine Kosten, was sind, es gibt ja das Business Model You und so weiter. Das ist sozusagen das next level sozusagen von Personal Branding, ist du als Geschäftsmodell.
SPEAKER_03Wo auch da 75 Prozent davon ist Coaching, wo du sagst, wie viel davon, also was sind Sachen, die ich gerne mache, mit denen ich dann auch mal meinen Lebensunterhalt verdienen kann, ja. Verständlich, die anderen 25 Prozent?
SPEAKER_01Ich glaube tatsächlich, was du vorhin gesagt hast, also man braucht eigentlich nicht so viele Personal Branding Coaches. Ich glaube, was einem Coach einem helfen kann, ist zu finden, und ich glaube, da gibt es viele Menschen, die arbeiten in Situationen, dass die unzufrieden sind. Und ich glaube, zu verstehen, warum man arbeitet und eine Arbeit ist nicht immer Spaß und soll auch nicht immer Spaß sein, aber es soll ja zur Erfüllung dienen, zu diesem Pursuit of happiness. Ich glaube, wenn mehr Menschen sich damit beschäftigen, dass sie finden, was ist das, was ihnen Spaß macht und sie jeden Tag zur Arbeit bringt, dass sie viel mehr davon profitieren würden, wenn sie sich jetzt hinsetzen und sagen, was ist mein Brand, was ist mein Business Model.
SPEAKER_03Das ist doch ein sehr schönes Schlusswort. Hast du auch noch was, was, eine Weisheit, die du noch mitgeben möchtest?
SPEAKER_05Ja, LinkedIn. Nein, also ich glaube, dass es einfach Zeit ist, das wird jetzt so ein bisschen romantisch vielleicht, aber dass es einfach Zeit ist, halt, so das Thema Personal Branding halt einen Schritt weiter zu denken. Und jetzt halt nicht mehr nach der alten Definition von dem guten Tom das Ganze zu betrachten, sondern einfach, ja, das Ganze weiterzudenken, in dem Sinne von, ich finde mich selber, ja, und ich schaue im Endeffekt, was bedeutet das, wenn ich mich gefunden habe oder was bedeutet dieser Prozess der Selbstfindung, was mache ich damit, ja. Und weniger zu überlegen, wie ich das Thema Branding nutzen kann, um mich zu verkaufen und zu verpacken.
SPEAKER_03Da möchte ich noch, bevor ich eine kleine Zusammenfassung mache, hinzufügen, ich finde das auch legitim, wenn jemand sagt, keine Ahnung, ich will einfach Geld verdienen, passt schon. Und ich lebe den Rest anders. Das ist authentisch. Wenn du sagst, guck, ich möchte hier einfach Geld verdienen, ich mach mein Ding, passt. Yeah, und ich habe meine Erfüllung außerhalb der Arbeit.
SPEAKER_01Ja, also this is a wichtiger teil. Also was du auch beschrieben hast, das muss ja nicht Arbeit sein. Also ich kann ich jemanden kennengelernt, der sagt, Human, ich habe mein Leben so optimiert, meine Arbeit so optimiert, dass ich so viel Zeit wie möglich im Himmel verbringe. Er war Segelflieger. And that was sein Ding und das war die Erfüllung für ihn. And then hat sein Leben so konstruiert, dass das passiert.
SPEAKER_03Genau, und ich was ich sagen will, ist quasi, du musst nicht deswegen dein Beruf im Segelflieger-Universum haben, sondern du kannst auch ein Beruf have and then merkst, ey, this ding ermögli, dass ich this machen kann anders danach optimiert, it's doch super.
SPEAKER_01But wahrscheinlich is das bestellt viel mehr rausholen, als Personal Branding und irgendein Trendthema zu finden, wo du dich raufsetzen kannst und zu sagen, du bist der krasse Typ. Bist du nicht.
SPEAKER_03Wir haben angefangen heute mit Woher kommt eigentlich die Brand, haben darüber gesprochen, wie Personal Branding insbesondere im Konzern schwierig sein kann, da man sich als Person verproduktisiert sozusagen und das mit ziemlich großem psychischen Druck auch verbunden sein kann, wovon im Prinzip hauptsächlich die Personal Branding Berater profitieren. Nicht so cool. Und dass allgemein wir sowieso einem Survivorship-Bias hinterherhängen. Das heißt, die ganzen großen Personal Branding-Beispiele haben sich wahrscheinlich gar nicht selbst gepersonal branded.
SPEAKER_01Sie entstanden als die Personal Brander, die sich angeschaut haben und gesagt haben, ey, das ist ein gutes Personal Branding. Wir sollten das tun und dann waren sie alle erfolgreich damit.
SPEAKER_03Ja, dann haben wir noch darüber gesprochen, wie das insbesondere in Knowledge Work ein schwammiges Thema ist, weil da es halt sehr schwer ist, andere auf andere Art und Weise zu zeigen, was man denn eigentlich kann, dass es auch sehr viel im Kontext von New Work benutzt wird, wo es eigentlich so gar nicht hingehört, weil es nämlich eigentlich der alten kapitalistischen Logik und eben auch der alten Konzern steile Karrierelogik entspricht. Dann haben wir ganz zum Schluss noch festgestellt.
SPEAKER_01Can you eine Sache ergänzen, weil das fällt mir gerade als Beispiel ein, der Christoph König hatte mir letztens erzählt, weil we reden jetzt sehr viel über diese Berater and Knowledge Worker and so on in Creative Umfeld, also gestalter, designer, died in your Projekt and Portfolio basiert, da gehst du hin andst, and er hat mir bei Codern, es gibt Coder, dort musst du Unternehmen, die stellen nur ein, wenn du Open Source Projekte, eine Open Library hast und die Leute deinen Code sehen können. They sehen, okay, so coded der hat der gemacht. So da kannst du nichts personal branden. Du bist Teil dieser, du bist in dieser Community und Leute sehen, was du gemacht hast. Und das ist deine Visitenkarte.
SPEAKER_03Das ist sozusagen der Tisch des Tisches.
SPEAKER_01Genau, also und in diesen Bereichen wirst du kaum Personal Branding finden, aber du hast dann andere Bereiche, also das finde ich ja, ich glaube, da, wenn du dich da personal, ich bin ja voller krasse, hier krasser Coder, zeig mir deinen Code und dann sagst du, okay. Demacht doch keiner, weil es einfach ineffektiv wäre.
SPEAKER_03Und tatsächlich haben wir das aber ja zwischendurch auch schon angesprochen, dass die beste Vermarktung, die deiner selbst wahrscheinlich ist, wenn du einfach eben coole Sachen machst, die andere Leute dann begeistern, aber nicht unbedingt mit dem Ziel, die anderen Leute zu begeistern, sondern weil du vielleicht was gefunden hast, was dir sehr viel Spaß macht. Und dazu ist diese ganze Coaching-Teil des Personal Brandings doch gar nicht mal so doof.
SPEAKER_01Mary, versuchst du noch zu retten? Ich würde sagen, nein.
SPEAKER_03Mit Coaching-Teil meine ich diese Findung von was mag ich eigentlich, was tue ich eigentlich. Ich meine nicht die 25% der Außendarstellung.
SPEAKER_01Ich würde sagen, es ist 25% 75% das andere. Whatever.
SPEAKER_03Ich gehe davon aus, von den Programmen, die ich mir online angeschaut habe, zu was die für Inhalte haben. Und wenn ich da hingucke, dann ist irgendwie, wenn du, keine Ahnung, eine viertägige Schulung machst, dann sind drei Tage davon, wir setzen uns erstmal damit auseinander, was willst du eigentlich machen.
SPEAKER_01Ich glaube, wir schicken mal Mary zu so einer Schulung und dann kann sie uns hands-on berichten, wie das war.
SPEAKER_03Ich würde voll gerne an allen diesen Schulungen teilnehmen, einfach mal später.
SPEAKER_01Du willst an jeder Schulung teilnehmen.
SPEAKER_03Tatsächlich auch, dass du wieder die Schule. Das, was ich will.
SPEAKER_05Dass das tu es. Du musst dich gar nicht branden fühlen. Ich glaube tatsächlich das, was du gerade gesagt hast, die so einen großen Coaching-Anteil haben, das sind aber doch auch dann keine Personal Brandings. Also die benutzen dann das Thema Personal Branding, um vielleicht, ich sag mal, Zuspruch zu bekommen, weil das gerade ein Modewort ist.
SPEAKER_01Ja, das fand ich tatsächlich, aber ich habe einer Coaching, aber kein Personal Branding. Das stimmt. Die Dutchung Personal Branding machen, die sind ja sehr weird.
SPEAKER_03Ja, ich habe tatsächlich bei einer geguckt, die ich sehr gerne mag. Und dann dachte ich so, ach nee, jetzt warum macht sie jetzt dieses Personal Branding Ding? Und hat mir dann angeschaut, worüber sie redet, naja, und es sind eigentlich einfach nur nützliche Hinweise zu, kommst du eigentlich klar mit dir selbst? Okay, das finde ich völlig legitim.
SPEAKER_01Ich meine, ich hatte noch eine Studie, die hatte Personal Branding untersucht im Zusammenhang mit Gender und Race. Und das dort auch super problematisch ist, weil in diesem Personal Branding sehr viele White May-Traits drin sind und dann sozusagen, ja, also wenn du eine andere Race oder andere Gender hast, das ist im Grunde assimilierst du Traits. Aber wir können ja den Artikel einfach in die Shownotes packen.
SPEAKER_03Sehr gerne. Und tatsächlich sind das auch so Expertensachen, ne, über die wir viel gebrandet, so Content-Sachen. Aber andere Sachen wie mit dir kann man sehr gut zusammenarbeiten, das kann man sehr schlecht selbst branden. Wenn ich mich hinstelle und sage, mit mir ist es, ich bin total empathisch und man kann so gut mit mir zusammenarbeiten und das wird dir so viel Spaß machen.
SPEAKER_01Es gibt diese Quotes von Leuten, die mit ihnen zusammengearbeitet haben. Human ist der beste der Welt. Und ich kann ihm nur empfehlen, dass ihr mit ihm XY macht.
SPEAKER_03Ich glaube auf jeden Fall, jedem LinkedIn endorsement, das ich sehe, wo man schreibt, oh man, das war so eine tollarbeit, klar, du wurdest überhaupt nicht gefragt, um das jetzt hier hin to schrift.
SPEAKER_01Ich glaube, wir können doch ewig weiter darüber reden, weil mir fallen immer mehr so brackets so ein, wo ich mir echt an Kopf backe. Ich meine, ich bin jetzt jemand who activist, aber ich bin so, sei doch nicht so zwungen. So, just do it. Or not.
SPEAKER_06Just do it.
SPEAKER_03We endened with einer großartigen Marke. Vielen Dank, Markus, dass du dabei warst. Danke, Ummanns. Es hat mich voll gefreut, dass wir zusammen saßen.
SPEAKER_01Mal schauen, wie gut die Aufnahme ist.
SPEAKER_03We werden sehen.
SPEAKER_01In diesem Sinne.
SPEAKER_03Adios.